Unter dem Motto „Europa – Gemeinsam auf Kurs“ hat die Albert-Schweitzer-Schule Kassel am 12. Mai 2026 ihren 13. Europa-Abend veranstaltet. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Gäste kamen zusammen, um sich über internationale Projekte, Austauschprogramme und europäische Bildungsarbeit an der Schule zu informieren. Der Abend zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig europäisches Lernen heute verstanden wird – von Schüleraustausch und Auslandspraktika über Klimaprojekte bis hin zur Erinnerungskultur.

Schulleiter Herr Crede eröffnete die Veranstaltung und betonte die Bedeutung europäischer Zusammenarbeit gerade in politisch herausfordernden Zeiten. Europa sei weit mehr als ein geografischer Raum, sondern lebe von Begegnung, Offenheit und gegenseitigem Verständnis. Daher habe die ASS ihren Namen bewusst um den Zusatz „Europagymnasium“ ergänzt.

Daran knüpfte die Einführung der Europaschul-Koordinatoren Boris Krüger und Herr Mock sowie der Schülersprecherin Finya Hohberger an. Sie machten deutlich, dass internationale Erfahrungen und demokratische Werte fest zum Profil der Schule gehörten.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Verleihung des Europaschul-Preises der Albert-Schweitzer-Schule an die beiden Schülerinnen Leni Marie Schomann und Lotta Wößner aus der Jahrgangsstufe 13. Gewürdigt wurden ihr langjähriges Engagement für internationale Projekte und ihr Einsatz für das europäische Profil der Schule.

Im weiteren Verlauf präsentierten Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen gemeinsam mit Frau Sandkühler den Austausch mit dem Canton du Vaud in der Schweiz. Mit persönlichen Eindrücken und Bildern vermittelten sie anschaulich, wie wichtig Begegnungen mit Jugendlichen aus anderen Ländern für das gegenseitige Verständnis sind.

Musikalisch wurde der Abend von mehreren Beiträgen begleitet. Amalia Weißbrenner aus der Klasse 9c interpretierte den Song „Beanie“ von Chezile, während Artem Kolotenko aus der Klasse 8e mit „Element“ von Evgeny Khmara für einen weiteren stimmungsvollen Moment sorgte.

Internationale Perspektiven standen auch im Mittelpunkt des Berichts von Stella Marlene Kroll aus der Jahrgangsstufe 13, die über ihr Betriebspraktikum in den USA sprach. Sie schilderte nicht nur kulturelle Unterschiede, sondern auch die persönlichen Erfahrungen und Herausforderungen eines längeren Aufenthalts im Ausland.

Wie europäische Bildungsarbeit mit aktuellen Zukunftsfragen verbunden werden kann, zeigten Ann Schmidt und Finya Hohberger in ihrer Präsentation zum Thema Umwelt und Wintersport im Rahmen einer Schulskifahrt. Daran schloss sich nach der Pause eine Präsentation der Klima- und Zukunftsfahrt der Jahrgangsstufe 12 an, bei der Schülerinnen und Schüler ihre Eindrücke und Erkenntnisse aus dem Projekt präsentierten.

Besonders bewegend waren die Filmbeiträge zur Auschwitz-Fahrt und zur Oxford-Fahrt. Caroline Neupane und Melissa Pelzel stellten einen eindrucksvollen Film zur Fahrt nach Auschwitz und machten deutlich, welche Bedeutung historisches Lernen und Erinnerungskultur für junge Menschen heute haben. Der Film zur Oxford-Fahrt, den ebenfalls Melissa Pelzel erstellt hatte, vermittelte dagegen Eindrücke eines sprachlich und kulturell geprägten Austauschs in Großbritannien.

Zum Abschluss dankte Europaschul-Koordinator Boris Krüger allen Beteiligten für ihr Engagement. Der Europaabend habe erneut gezeigt, wie lebendig europäische Bildungsarbeit an der Albert-Schweitzer-Schule sei. Gerade in einer Zeit gesellschaftlicher und politischer Spannungen seien internationale Begegnungen, gemeinsame Projekte und der Blick über nationale Grenzen hinweg wichtiger denn je.

Text und Fotos: Boris Krüger