Am 1. Dezember 2025 haben alle 7. Klassen der Albert-Schweitzer Schule das neue  INTERIM des Staatstheaters besucht, um sich die moderne Opernversion von Hänsel und Gretel anzuschauen. Die Aufführung war in zwei Teile unterteilt, dazwischen gab es eine Pause.

Nach unserer Ankunft im Staatstheater sammelten wir uns zunächst und erhielten von einer Mitarbeiterin einen kurzen Vorgeschmack auf die Aufführung. Die Einführung war hilfreich, denn so wussten wir schon grob, was uns erwartete.

Die Oper wurde von einem Dirigenten geleitet, und ein eher kleines, aber feines Orchester begleitete die Szenen live mit verschiedenen Instrumenten. Es wurde sehr viel gesungen, leider war es manchmal schwierig, alles zu verstehen. Zum Glück gab es sehr viele Bildschirme mit den Texten, die das Verständnis deutlich erleichterten.

Die Inszenierung unterschied sich stark vom klassischen Märchen. Zwar ging es noch um den Kerngedanken vieler Märchen und soziale Themen wie Armut, Hunger, die Gewalt und Kälte der Eltern, aber es gab sehr viele moderne Veränderungen. Die Figuren sahen zum Beispiel völlig anders aus – insbesondere die Hexe wirkte weniger glaubwürdig. Viele Szenen wurden zusätzlich über Leinwände dargestellt. Besonders auffällig war die Sandmann-Szene, bei der sich das Publikum auf der großen Drehbühne gemeinsam durch den Raum bewegte. Auch das Lebkuchenhaus der Hexe wurde modern interpretiert und wurde durch ein überdimensionales buntes Süßigkeiten-Eichhörnchen dargestellt. Auch die Rolle der Eltern wurde verändert- so schickte nicht nur die böse Stiefmutter die Kinder in den Wald. Die Eltern wirkten mehr wie Komplizen, die wissen, dass das Böse im Wald auf die Kinder wartet.

Aufmerksamkeit erregte das Stück außerdem durch die Verwendung von Jugendsprache, Zombiekinder, welche nach dem Tod der Hexe aus dem Hexenhaus befreit wurden und einem aufwändig gestalteten Bühnenbild. Trotz aller modernen Elemente blieb die Grundgeschichte erkennbar – etwa als Gretel die Hexe aufhält und vorsichtiger und geschickter handelt als Hänsel.

Insgesamt war die Aufführung spannend, aber nicht unbedingt für jeden Geschmack. Durch die moderne Umsetzung und den Gesang, der nur durch dauerhaftes Mitlesen verständlich war, war sie teilweise schwer zu verstehen.

Text: Mikena Rraci aus der 7c und Julia Lipke

Fotos: Julia Lipke