Am 19. März 2026 fand ab 18:00 Uhr in der Aula der Albert-Schweitzer-Schule ein von Schülerinnen und Schülern organisierter politischer Abend unter dem Thema „Alle reden, aber wer hört noch zu?“ statt. Die Veranstaltung wurde von der Schülerinnen Erza Rraci und dem Schüler Miron Yannis Gassert geleitet und bot Raum für Austausch, Diskussion und Reflexion über aktuelle demokratische Herausforderungen.

Nach monatelanger Vorbereitung konnten die Schülerinnen und Schüler bereits ab 17:30 Uhr die Gäste empfangen. In Kooperation mit der Organisation „Raamwerk“ wurde im Vorfeld der Veranstaltung die Aktion „Popcorn-Privilegien“ angeboten, die dazu einlud, sich auf interaktive Weise mit gesellschaftlichen Privilegien und damit verbundenen Vorurteilen auseinanderzusetzen.

Um 18:00 Uhr eröffnete das Moderationsteam den Abend offiziell. Einen inhaltlichen Einstieg lieferte die Referentin Teslihan Ayalp vom Amt für Chancengleichheit mit einem facettenreichen Impulsvortrag. Dabei ging sie insbesondere auf die Bedeutung von Kommunalwahlen und die Relevanz politischer Teilhabe ein.
Im Anschluss begannen zwei Workshop-Phasen. Die Teilnehmenden hatten zu Beginn der Veranstaltung die Möglichkeit, sich für zwei Workshops ihrer Wahl anzumelden. Insgesamt wurden vier unterschiedliche Workshops angeboten, die allesamt von Schülerinnen und Schülern konzipiert und durchgeführt wurden.

Der Workshop „Diskriminierung und Alltagsrassismus“ ermöglichte durch eine interaktive Präsentation den Austausch über Erfahrungen im Alltag und die Entwicklung von Strategien für ein solidarischeres Miteinander.

Im Workshop „Falschinformationen, Filterblasen & Medienkompetenz“ setzten sich die Teilnehmenden mit dem Umgang mit Desinformation auseinander und reflektierten den Einfluss unterschiedlicher Perspektiven auf die Meinungsbildung.

Im Workshop „Partizipation und Mitbestimmung” wurde gemeinsam mit der ehemaligen Jugendvertreterin der Vereinten Nationen, Kepiaya Prabaharan, erarbeitet, wie politische Einflussnahme auf schulischer, kommunaler und internationaler Ebene gelingen kann.

Der vierte Workshop „Polarisierung & Umgang mit Kontroversen“ beschäftigte sich mit der Entstehung politischer Polarisierung sowie mit Gesprächstechniken, die einen respektvollen und konstruktiven Austausch ermöglichen.

Nach den beiden Workshop-Phasen kamen alle Teilnehmenden um 20:00 Uhr erneut im Plenum zusammen. Den Abschluss bildeten eine Danksagung an die Referentinnen und Referenten sowie ein gemeinsames Abschiedswort des Moderatorenteams.
Der „Politische Abend“ zeigte eindrucksvoll, wie engagiert sich Schülerinnen und Schüler mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzen und aktiv Räume für demokratischen Dialog schaffen.

Text von Finya Rebecca Hohberger
Bilder von Erza Rraci