Zweieinhalb Zugstunden von Kassel entfernt, liegt in der Frankfurter Innenstadt das Deutsche Romantikmuseum mit dem angrenzenden Goethehaus. Mitte Oktober wurden diese beiden Standorte vom Jahrgang 12 der ASS besucht.
Unter Begleitung unserer Deutschlehrkräfte bekamen wir gruppenweise eine Führung durch das Goethehaus, welches durch erhaltene Baupläne und vorhandenes Mobiliar nach dem Zweiten Weltkrieg originalgetreu wiederaufgebaut werden konnte. Im Goethehaus haben wir nicht nur etwas über die Jugend von Johann Wolfgang von Goethe erfahren, sondern ebenso von dessen Familie, ihrem Lebensstil und ihrem individuellen Werdegang. Durch die erhaltenen Möbel konnte man sich das Leben der Goethe gut vorstellen und sich die Herausforderungen der damaligen Zeit vor Augen führen.
Während sich das Goethehaus explizit mit Goethe und dessen Leben auseinandersetzt, gibt einem das anliegende Romantikmuseum tiefere Einblicke in die Epoche und deren Vertreter. Die Ausstellung im Museum befasste sich mit den drei Phasen der Romantik. Dabei merkt man, wie weitreichend die Vielschichtigkeit der Epoche ist, da sie von bekannten Kindermärchen über Gothic Novels bis hin zu gängigen Schullektüren reicht. Dichter wie Schlegel, Novalis, Schelling und viele weitere Romantiker werden im Laufe der Führung thematisiert und mit kostenlosen, bedruckten Postkarten für die Besucher greifbarer gemacht.
Ebenfalls konnte man durch interaktive Angebote in die Welt der Romantiker hineinschnuppern und sich kreativ ausleben, zum Beispiel durch das Verschieben von Wörtern an einer großen Magnetwand zur Entwicklung eines eigenen Gedichts oder durch das manuelle Übersetzen eines fremdsprachigen Gedichts an einer altertümlichen Schreibmaschine. Dank dieser vielen Optionen wurde es im Museum nie langweilig, und man konnte seinen eigenen Weg finden, um sich individuell mit der Epoche der Romantik auseinanderzusetzen.
Wir als Jahrgang würden den Besuch im Museum und eine Führung durch das Goethehaus den zukünftigen zwölften Klassen empfehlen, da sie damit ihr Wissen aus dem Unterricht anwenden und vertiefen können und gleichzeitig einen großartigen Ausflug in eine andere Stadt unternehmen können.
Text: Valerie Gottschald und Sarah-Alessia Rüppel (Q1a)
Redaktion; Julia Lipke
Foto: Karin Rützel und Sarah-Alessia Rüppel
