Beim diesjährigen Europäischen Wettbewerb, an dem bundesweit in diesem Jahr 74.938 Schülerinnen und Schüler teilnahmen, konnten Lernende unserer Schule beachtliche Erfolge erzielen. Der traditionsreiche Wettbewerb stellte in seiner 73. Ausgabe das Thema Menschenrechte für die Qualifikationsphase II in den Mittelpunkt. Unter dem Motto „Die Gedanken sind frei … oder etwa nicht?“ setzten sich die Teilnehmenden kreativ mit der Frage auseinander, wie frei unser Denken tatsächlich ist und welchen Einflüssen es durch Gesellschaft, Medien oder persönliche Erfahrungen ausgesetzt sein kann.
Unter der Betreuung von Frau Deichmann-Jost beteiligten sich in diesem Jahr Wlada Anselm, Fionn Ryan und Kendra Podgurski mit ihren künstlerischen Arbeiten am Wettbewerb. Ebenfalls am Wettbewerb teilgenommen hat die Schülerin Hanna Noll aus dem Parallelkurs der Jahrgangsstufe Q2 von Frau Leitsch. Zwar wurde dieser Beitrag, welcher sich malerisch mit dem Thema Machtstrukturen und Beeinflussung befasst, nicht gesondert ausgezeichnet, doch zeigen die eingereichten künstlerischen Arbeiten aller vier Teilnehmenden eindrucksvoll, wie kreativ und reflektiert sich unsere Lernenden mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen auseinandersetzen.
Besonders erfolgreich war Kendra Podgurski, die mit ihrem im Kunstunterricht entstandenen Gemälde einen Landespreis gewann. In surrealistischer Anlehnung an Salvador Dalí thematisiert ihr Werk das Zerfließen von Zeit und Natur und macht sichtbar, wie fragile Sicherheiten und gewohnte Strukturen in unserer Wahrnehmung ins Wanken geraten. Auch Wlada Anselm und Fionn Ryan wurden für ihre Beiträge mit Stadtpreisen ausgezeichnet. Wlada Anselm verarbeitete in ihrem Gemälde persönliche Erinnerungen an einen Familienurlaub in Kroatien und verwendete das Motiv kleiner Boote als Symbol für Hoffnung, Vertrauen und die Kraft freier Gedanken. Ihr Bild zeigt, wie gemeinschaftliche Erfahrungen Halt geben können, wenn Gedanken belastet oder eingeengt werden. Fionn Ryan setzte sich in seinem Werk mit globalen Krisen auseinander. Ausgehend von Vincent van Goghs berühmter „Kaffeehausterrasse am Abend“ verwandelte er die friedliche Szene in eine dystopische Vision aus Flut, Zerstörung und Explosionen; ein eindrucksvolles Bild dafür, wie äußere Krisen unsere Gedankenwelt beeinflussen und unsere innere Freiheit bedrohen können.
Die feierliche Preisverleihung fand am 23. Juni im Regierungspräsidium Kassel statt. Stellvertretend für die ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler unserer Schule nahmen Kendra Podgurski und Fionn Ryan gemeinsam mit dem Europaschulkoordinator unserer Schule, Herrn Boris Krüger, ihre Ehrungen und Preise entgegen.
Die Schulgemeinde gratuliert allen Teilnehmerinnen und dem Teilnehmer herzlich zu diesem Erfolg und dankt ihnen für ihr Engagement beim Europäischen Wettbewerb.
Text und Fotos: Monika Deichmann-Jost, Christiane Leitsch und Boris Krüger
Redaktion: Julia Lipke









