In einer feierlichen Zeremonie wurden 37 Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule Kassel für ihre erfolgreich bestandenen DELF-Prüfungen ausgezeichnet. Die Übergabe der international anerkannten Sprachzertifikate erfolgte durch Herrn Crede (Schulleiter der Albert Schweitzer Schule ), Herrn Ephraim Kaul (Aufgabenfeldleiter I) und Frau Nicole Nadine Hodek (DELF-Koordinatorin) sowie Sabine Weschbach (Kursleiterin DELF). 

Das DELF-Zertifikat (Diplôme d’Études en Langue Française) ist ein außerunterrichtliches Sprachdiplom für Französisch mit unbegrenzter Gültigkeit. Es umfasst sowohl eine schriftliche als auch eine mündliche Prüfung und kann jährlich abgelegt werden.

Während der Veranstaltung wurde von den Lehrkräften die wachsende Bedeutung externer Zertifikate hervorgehoben. Besonders im internationalen Kontext legen viele Unternehmen großen Wert auf zusätzlich zu Schulnoten nachgewiesene Kompetenzen. Auch für ein Praktikum im Ausland können solche Zertifikate von erheblichem Nutzen sein. Umso erfreulicher sei es, dass sich so viele Schülerinnen und Schüler bereit erklärt hätten, sich dieser anspruchsvollen Prüfung neben dem regulären Schulalltag zu stellen und ihre Französischkenntnisse weiter zu vertiefen.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Zahlreiche Lernende erreichten auf den Niveaustufen A1 bis B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen außergewöhnlich gute Leistungen. Einige Schülerinnen und Schüler erhielten ihr Diplom sogar mit fast 100 Prozent der möglichen Punktzahl.

Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu dieser tollen Leistung. Toutes nos félicitations!

Die Schülerinterviews
Luise Heinhold (8b)
Sophia Thompson (8b)
Sarah Rüppel (E-Phase)

Damit an dieser Stelle auch unsere Schülerinnen und Schüler zu Wort kommen, haben wir Luise, Sophia und Sarah interviewt und sie folgende Satzanfänge zum Fach und zur Sprache Französisch beenden lassen. Vielleicht habt ihr Lust, die Fragen auch einmal für euch zu beantworten.

  • Ich habe Französisch gewählt, weil…
  • Französisch ist in der heutigen Zeit und Welt noch immer wichtig, denn…
  • An Frankreich mag ich…
  • Das DELF-Zertifikat bedeutet für mich, …
  • Ich empfehle auch anderen Schülern die Teilnahme an DELF, da…
Ich habe Französisch gewählt, weil…

Luise: … mich die Sprache einfach fasziniert. Im Allgemeinen habe ich großes Interesse an neuen Sprachen.

Sophia: … meine Eltern auch Französisch gelernt haben. So kann ich mich mit ihnen unterhalten. Und zuhause sprechen wir muttersprachlich Englisch, so ist Französisch eine neue Herausforderung für mich. Außerdem ist es eine lebendige Sprache, die überall auf der Welt gesprochen wird.  Mich faszinieren Länder wie Kanada und andere französischsprachige Länder.

Französisch ist in der heutigen Zeit und Welt noch immer wichtig, denn…

Sarah:  … was niemand weiß:  Französisch wird in über 50 Ländern der Welt gesprochen, in fast so vielen wie Englisch. Man kann auch erstaunlich viele Wörter herleiten und so auch andere romanische Sprachen leichter lernen wie zum Beispiel Italienisch oder Spanisch.

An Frankreich mag ich…

Luise: … das Lebensgefühl. Ich habe meine Sommerferien in Paris verbracht und war an der Seine. Das war wunderschön. Ich liebe es, die Sprache zu sprechen und mir zum Beispiel ein Metroticket zu kaufen.

Sophia:  … das Essen, vor allem Muscheln in Südfrankreich.

Das DELF-Zertifikat bedeutet für mich, …

Luise: … dass man es sich selbst beweisen und es schaffen kann. Ich kann mir vorstellen, mein Praktikum im Ausland zu machen. Vielleicht in Frankreich – dies ist auf jeden Fall eine Option für mich.

Sophia: … zunächst einmal extra Zeit, aber auch eine extra Sprachanwendung. Der Unterricht in Kleingruppen war super intensiv und effektiv. Das geht über Arbeiten und Vokabeltests im normalen Unterricht hinaus. Ich habe super viel gelernt, was ich vor allem im Alltag und auf Reisen anwenden kann.

Sarah: … dass es vielleicht ein Türöffner ist für ein FSJ in Frankreich. Ich möchte auf jeden Fall den Französischleistungskurs nehmen und später Journalismus studieren.

Ich empfehle auch anderen Schülern die Teilnahme an DELF, da…

Sophia und Luise: … wir super viel verstanden und gelernt haben, obwohl wir erst zwei Jahre Französisch hatten. DELF hilft enorm, Französisch in Alltagssituationen anzuwenden, zum Beispiel um Essen zu bestellen, Tickets zu kaufen oder Geld zu holen.

Sophia: … ich außerdem die andere Art von Unterricht in Kleingruppen mochte. Die Sprechaktivierung war hoch und ich mochte es, keine Noten zu bekommen. 😉

Sarah: … der Unterricht sehr individuell war. Das mochte ich. Der Kontakt zur Lehrkraft war auch intensiver, und ich glaube, DELF ist eine super Vorbereitung für die Oberstufe. Wir haben jahrgangsübergreifend gearbeitet in heterogenen Gruppen. Man hat viele neue Leute kennengelernt, und die Zertifikate sind ein großartiges Erfolgserlebnis.

Wie habt ihr DELF 2025 erlebt? Eine Schülerin und ein Schüler berichten:

Ich bin Jele Kaiser und habe an der Delf AG Niveau A1 teilgenommen, welche von Oktober 2024 bis März 2025 andauerte.
Alle zwei Wochen wurden wir zusätzlich zu unserem Schulalltag auf die Prüfung vorbereitet und gestärkt.
Dazu erhielten wir Arbeitsblätter, welche ähnlich wie die Prüfung aufgebaut waren. Auch wurden wir mündlich geschult, indem wir häufig Sprecheinheiten hatten. So wurden wir nicht nur optimal auf die Prüfung vorbereitet, auch in der Klasse war es mit dem neuen Wissen einfacher, da wir in der AG schon neue Begriffe gelernt hatten, mit denen man dann im Unterricht punkten konnte. Je näher der Prüfungstermin rückte, schrieben wir auch unbenotete Tests, die wir in der Gruppe korrigiert haben. Am letzen Termin wurden uns noch ein paar stärkerende Worte für die Prüfung zugesprochen.

Mein Name ist Jooris Schibbe.
Ich habe im letzten Jahr die DELF-AG meiner Schule, der Albert-Schweitzer-Schule, besucht.
Dort haben wir über knapp sechs Monate hinweg viele wichtige Themen und Inhalte der französischen Sprache erarbeitet. Am Ende der AG stand die Prüfung im Niveau A1, die ich mit 85 von 100 Punkten erfolgreich bestanden habe.
Die Prüfung war in zwei Teile gegliedert: Der mündliche Teil fand an einem Freitagnachmittag statt, die schriftliche Prüfung am darauffolgenden Samstagmorgen.
Bei der mündlichen Prüfung hatte ich 15 Minuten Zeit, mir Notizen zu den Themen zu machen, die ich am Eingang erhalten hatte. Anschließend wurde ich zu diesen Themen befragt und musste dazu Fragen beantworten. Die Prüfung dauerte insgesamt etwa 15 Minuten.
Am nächsten Tag fand die schriftliche Prüfung statt, für die man 90 Minuten Zeit hatte.
Sie verlief ähnlich wie eine normale Klassenarbeit: Es gab Aufgaben zum Hörverstehen, Leseverstehen und zur Textproduktion, die alle bearbeitet werden mussten.
Und das war sie – meine DELF-Prüfung 2025 im Niveau A1.

Text: Nicole Hodek und Julia Lipke

Bilder: Julia Lipke